Allgemeine Geschäftsbedingungen
AGB für ANORA — B2B-Plattform für KI-gestützte Content-, Marketing-, Analyse- und Automatisierungsleistungen.
Hinweis zur Einordnung: Diese AGB gelten für Geschäftsbeziehungen mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. ANORA ist kein Verbraucherangebot im Sinne von § 13 BGB.
§ 1 Anbieter, Geltungsbereich und Vertragspartner
Anbieter ist ANORA Technologies GmbH, Daniel Kleybor, Adrian Kabl, Ludwig-Thoma-Strasse 41, 82031 Grünwald, Deutschland, E-Mail: info@anora.business. Registergericht: Amtsgericht München, Handelsregister: HRB 312831.
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung von ANORA, ergänzende Dienstleistungen, Support, Integrationen, Credit-Pakete und damit zusammenhängende Leistungen. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen, die Datenschutzerklärung und das Impressum. Bei Widersprüchen gehen individuelle Vereinbarungen diesen AGB vor.
§ 2 Vertragsschluss, Zugang und Leistungsbeginn
Ein Vertrag kommt durch Annahme eines Angebots, individuelle Freischaltung eines Kundenkontos, schriftliche oder elektronische Beauftragung oder durch sonstige übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Der Anbieter kann die Freischaltung von einer Prüfung des Unternehmensbezugs, der Identität, der Zahlungsfähigkeit oder der technischen Voraussetzungen abhängig machen.
Der Kunde hat bei Registrierung und Einrichtung vollständige und zutreffende Angaben zu machen. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Handlungen unter einem Kundenkonto werden dem Kunden zugerechnet, soweit der Kunde die missbräuchliche Nutzung zu vertreten hat.
§ 3 Leistungsgegenstand
ANORA ist eine webbasierte B2B-Plattform für KI-gestützte Content-Erstellung, Social-Media-Management, SEO- und Datenanalyse, Google-Ads-Unterstützung, visuelle Markenarbeit, Dokumentenverarbeitung, PDF-Erstellung, Automatisierung und Assistenzfunktionen.
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem gebuchten Paket, individuellen Vereinbarungen, Modulfreischaltungen und der technischen Verfügbarkeit. Der Anbieter darf die Plattform weiterentwickeln, Funktionen verbessern, ersetzen oder einstellen, soweit der vertragsgemäße Kernnutzen nicht unangemessen beeinträchtigt wird.
Die aktuell öffentlich vermarkteten Standardpakete sind Basis (990 € / Monat, 15.000 Credits), Professional (2.490 € / Monat, 50.000 Credits) und Enterprise (4.490 € / Monat, 150.000 Credits), jeweils mit einer Mindestlaufzeit von drei Monaten. Maßgeblich bleibt das individuell vereinbarte Angebot.
KI-generierte Ergebnisse beruhen auf statistischen Modellen und können Fehler, Auslassungen, Verzerrungen oder rechtlich bzw. fachlich prüfungsbedürftige Inhalte enthalten. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, keine rechtliche Beratung und keine garantierte Richtigkeit von KI-Ausgaben.
§ 4 Drittanbieter, KI-Modelle und Integrationen
Zur Leistungserbringung können Drittanbieter eingesetzt werden, insbesondere OpenAI, Anthropic/Claude, Google/Gemini/Vertex AI/Document AI/Cloud Storage, Replicate/Flux, Meta/Instagram/WhatsApp Business, WordPress, WooCommerce und weitere technisch vergleichbare Anbieter.
Die Verfügbarkeit, Preisstruktur, Qualität, Nutzungsbedingungen und technischen Vorgaben dieser Drittanbieter können sich ändern. Soweit Drittanbieterleistungen ausfallen oder geändert werden, wird der Anbieter angemessene Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Plattformfunktionen treffen, schuldet jedoch keine unveränderte Verfügbarkeit eines bestimmten Drittanbietermodells.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass von ihm eingebundene Drittkonten, API-Schlüssel, OAuth-Freigaben, App-Passwörter, Inhalte und Daten rechtmäßig verwendet werden.
§ 5 Credits, Preise und Abrechnung
Die Nutzung bestimmter KI- und Automatisierungsfunktionen erfolgt über Credits. 1 Credit entspricht 1 Cent. Credits werden entsprechend der jeweils angezeigten oder vereinbarten Kosten verbraucht.
In Paketen enthaltene Credits und zusätzlich gekaufte Credits verfallen jeweils 90 Tage nach Gutschrift, sofern sie bis dahin nicht verbraucht wurden. Ein Verfall zum Ende des Abrechnungsmonats findet nicht statt. Eine Auszahlung, Verzinsung oder Umwandlung in Geld ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Die Credit-Preise einzelner Funktionen werden täglich um 00:00 Uhr aktualisiert. Maßgeblich sind insbesondere die aktuellen Preise, Abrechnungsmodelle und Kostenstrukturen der eingesetzten LLM-, Bild-, Dokumenten-, Speicher- und Infrastruktur-Anbieter. Dadurch können sich die Credit-Kosten für gleiche oder vergleichbare Leistungen je nach Tag unterscheiden.
Preise verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, in Euro zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsstellung ohne Abzug zahlbar, sofern keine abweichende Vereinbarung besteht. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere § 288 BGB.
§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung
Die Mindestlaufzeit beträgt, soweit nicht individuell anders vereinbart, drei Monate ab Freischaltung. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag jeweils um einen weiteren Monat, wenn er nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.
Die Kündigung bedarf mindestens der Textform im Sinne des § 126b BGB, insbesondere per E-Mail. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug, schwerwiegendem Missbrauch der Plattform, Verletzung wesentlicher Vertragspflichten oder rechtswidriger Nutzung vor.
§ 7 Pflichten des Kunden
- Der Kunde prüft alle KI-generierten Inhalte vor Veröffentlichung auf Richtigkeit, Rechtmäßigkeit, Urheber-, Kennzeichen-, Persönlichkeits-, Wettbewerbs- und Datenschutzkonformität.
- Der Kunde darf keine rechtswidrigen, diskriminierenden, jugendgefährdenden, beleidigenden, betrügerischen, sicherheitsgefährdenden oder Rechte Dritter verletzenden Inhalte verarbeiten lassen.
- Der Kunde darf keine personenbezogenen Daten, besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO, Geschäftsgeheimnisse oder vertraulichen Drittinhalte eingeben, wenn hierfür keine ausreichende Rechtsgrundlage und Berechtigung besteht.
- Automatisiertes Scraping, Reverse Engineering, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, missbräuchliche Massenabfragen und Nutzung zur Störung der Plattform sind untersagt.
- Der Kunde hat Zugangsdaten, API-Schlüssel und Integrationszugänge geheim zu halten und Sicherheitsvorfälle unverzüglich mitzuteilen.
§ 8 Nutzungsrechte an Inhalten und Plattform
Der Kunde behält Rechte an seinen Eingaben, Uploads und kundeneigenen Daten. Der Anbieter erhält daran die für Betrieb, Speicherung, Verarbeitung, KI-Generierung, Support, Sicherheitsprüfung und Vertragserfüllung erforderlichen Nutzungsrechte.
Soweit rechtlich möglich, darf der Kunde die mit ANORA generierten Inhalte für eigene geschäftliche Zwecke nutzen. Rechte Dritter, Lizenzbedingungen eingesetzter Drittanbieter, Persönlichkeitsrechte, Markenrechte, Urheberrechte und gesetzliche Beschränkungen bleiben unberührt.
Alle Rechte an Software, Benutzeroberflächen, Datenbankstrukturen, Workflows, Designs, Marken, Dokumentation und sonstigen Plattformbestandteilen verbleiben beim Anbieter oder jeweiligen Rechteinhaber. Der Kunde erhält ausschließlich ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes Recht zur Nutzung der Plattform im vereinbarten Umfang.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der DSGVO, des BDSG und der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien auf Wunsch oder soweit erforderlich einen Vertrag über Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
Der Kunde bleibt für Rechtmäßigkeit, Zweck, Umfang und Inhalte der von ihm eingebrachten personenbezogenen Daten verantwortlich, soweit er datenschutzrechtlich Verantwortlicher ist.
§ 10 Verfügbarkeit, Wartung und Support
Der Anbieter bemüht sich um eine angemessene Verfügbarkeit der Plattform. Eine ununterbrochene oder jederzeit fehlerfreie Verfügbarkeit wird nicht zugesichert, sofern keine ausdrückliche individuelle Service-Level-Vereinbarung besteht.
Wartungsarbeiten, Updates, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen bei Drittanbietern, höhere Gewalt, Angriffe auf Systeme oder sonstige nicht vom Anbieter zu vertretende Ereignisse können die Verfügbarkeit vorübergehend beeinträchtigen.
§ 11 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, soweit in diesen AGB wirksam nichts Abweichendes geregelt ist. Für KI-Ausgaben schuldet der Anbieter keine inhaltliche, rechtliche, fachliche oder wirtschaftliche Erfolgsgarantie. Der Kunde ist zur eigenverantwortlichen Prüfung vor Nutzung oder Veröffentlichung verpflichtet.
§ 12 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei ausdrücklich übernommenen Garantien sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten gesetzlicher Vertreter, Mitarbeitender und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Freistellung
Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform, rechtswidrigen Kundendaten, rechtswidrigen Veröffentlichungen, Verletzungen von Rechten Dritter oder Verstößen gegen diese AGB durch den Kunden entstehen, soweit der Kunde die Verletzung zu vertreten hat. Die Freistellung umfasst angemessene Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 14 Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, der Rechtsprechung, technischer Abläufe, Drittanbieterbedingungen oder des Funktionsumfangs. Änderungen werden dem Kunden in Textform oder über die Plattform mit angemessener Frist mitgeteilt.
Widerspricht der Kunde einer Änderung, können beide Parteien den Vertrag zum nächstmöglichen zulässigen Zeitpunkt kündigen. Änderungen gelten nicht für bereits vollständig abgewickelte Einzelaufträge, soweit nichts anderes vereinbart ist.
§ 15 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, München. Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen gilt § 38 ZPO.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
Kontakt
ANORA Technologies GmbH
Geschäftsführer: Daniel Kleybor, Adrian Kabl
Ludwig-Thoma-Strasse 41
82031 Grünwald
Deutschland
Registergericht: Amtsgericht München
Handelsregister: HRB 312831
Telefon: 0176 646 99 213
E-Mail: info@anora.business